Wandern an der Algarve

Verkehrssünden in Portugal – StVO und ihre Anwendung

Vor Jahren war die Meinung sehr verbreitet, dass man es in den südeuropäischen Ländern wie, Portugal oder Spanien mit der Straßenverkehrsordnung nicht so genau nimmt. Diese Zeiten sind schon eine ganze Weile vorbei!

Bild zur StVO

Wissenswertes zur StVO

In Portugal wird die StVO ebenso streng kontrolliert und oftmals Verstöße noch viel strenger geahndet, als in Deutschland. Außerdem gibt es einige Unterschiede zur deutschen StVO, die man beachten sollte.

Es lohnt sich also mal einen Blick auf die gängigsten Verkehrssünden und deren Ahndung zu werfen.

Führer von PKW, die noch kein ganzes Jahr im Besitz der Fahrerlaubnis sind, dürfen auf der Autobahn maximal 90 km/h fahren. Eine entsprechende Plakette, erhältlich in den Büros des Automobilclub (ACP), ist sichtbar an der Heckscheibe des PKW anzubringen.

Bei Unfallschwerpunkten läuft oftmals die Aktion "tolerância zero – segurança maxima". Auf Deutsch bedeutet dies bei Verkehrswidrigkeiten kein Pardon auf diesen Straßen!, und auch der kleinste Verstoß wird bestraft. Siehst Du ein entsprechendes Hinweisschild, dann halte Dich genau an die Vorschriften!

Nicht vorschriftsmäßiger Transport von Kindern:

120 bis 600 Euro

Babys müssen im Maxi-Cosi auf dem Beifahrersitz, nach hinten schauend und mit dem Sicherheitsgurt festgemacht werden.

Kinder unter 12 Jahren oder kleiner als 1,5 Meter müssen in passendem Kindersitz auf der Rückbank sitzen.


Die Promillegrenze, also die von Gesetz- oder Verordnungsgeber tolerierte Alkoholkonzentration im Blut bei Teilnehmern am Straßenverkehr beträgt auch in Portugal 0,5 ‰

0,5 bis 0,8 Promille:

250 bis 1.250 Euro und Führerscheinentzug zwischen 1 Monat und 1 Jahr.

über 0,8 Promille:

500 bis 2500 Euro + Führerscheinentzug zwischen 2 Monaten und 2 Jahren.


Geschwindigkeitsüberschreitungen:

  • bis 20 km/h ->  60 bis 300 Euro
  • 21 bis 40 km/h -> 120 bis 600 Euro
  • 41 bis 60 km/h -> 300 bis 1.500 Euro
  • über  60 km/h -> 500 bis 2.500 Euro


Parken im Parkverbot:

  • 30 bis 150 Euro
  • außerhalb bewohnter Gebiete (nachts): 250 bis 1250 Euro


Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes: 120 bis 600 Euro

Motorrad fahren ohne Helm: 60 bis 300 Euro

Nicht mitführen einer reflektierenden Weste: 120 bis 600 Euro

Nichtmitführen des Warndreiecks: 120 bis 600 Euro

Handy Benutzung während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung: 120 bis 600 Euro

Solltest Du in deinem Algarve Urlaub doch in einem Unfall verwickelt werden, dann beachte folgende Punkte:

Verständige immer die Polizei!

Nur mit einem Polizeiprotokoll erhältst Du von Deiner Versicherung den Schaden ersetzt.

Versuche möglichst alle Beweise zu sichern! Fotografiere dazu alle beteiligten Fahrzeuge, deren Beschädigungen und deren Standorte nach dem Unfall bevor sie bewegt werden!

Genau wie in Deutschland ist es auch in Portugal wichtig die persönlichen Daten der Beteiligten und Zeugen festzuhalten. Dazu zählen:

Namen, Anschrift von Fahrer, Halter und Zeugen

Die Versicherung und die Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge

Gebe nie ein Schuldgeständnis ab!

Äußere Dich nicht zum Unfallhergang gegenüber Dritte, sondern kläre nur die technischen Details.

Bleibe unbedingt am Unfallort!

Das Entfernen vom Unfallort wird in Portugal ebenfalls als Fahrerflucht gewertet und das ist eine Straftat!


Allgemein

Die Höhe der Strafe richtet sich danach, ob Du die Ordnungswidrigkeit zum ersten Mal begangen hast oder ob Du ein Wiederholungstäter bist. Deine Nase spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle ;-)!

Meinen Erfahrungen nach, sollte man mit den Polizisten auch nicht groß diskutieren! Du machst es in der Regel nur schlimmer. Die Aussage eines Polizisten zählt in Portugal immer mehr als die von einem oder mehreren Zeugen.

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