Wandern an der Algarve

Monchique im Hinterland der Algarve

Ein Ausflug in die Serra de Monchique

Monchique befindet sich in Portugal, im Hinterland der Algarve, ca. 25 km nördlich von Portimão. Die Serra de Monchique ist eine Gebirgslandschaft und weist die 2 höchsten Berge der Algarve auf, den Foia mit 902 Metern und den Picota mit 773 Metern. 

Die Ortschaft reizt mit ihren kleinen alten Gassen zu einem Spaziergang z.B. zum Konvent oder anderen Sehenswürdigkeiten der Ortschaft Monchique.

Bild dauf das Gebirge von Monchique

Blick auf die Serra de Monchique von Ferragudo aus 

Die Ortschaft Monchique bekam 1773 den Kleinstadtstatus und bildet das Zentrum der Serra. Hier findest Du die detaillierte Geschichte zur Ortschaft Monchique.

Die Serra de Monchique wird nicht nur in vielen Reisführern als Garten der Algarve bezeichnet, womit sicherlich der vielfältige Bewuchs der Region gemeint ist, denn es sollen hier ca. 2000 Pflanzenarten beheimatet sein, wobei auch seltene Pflanzen und endemische vorkommen.

Bild vom Korkeichenwald

Korkeichenwald mit frisch geschälten Korkeichen

Der Baumbestand besteht leider überwiegend aus Eukalyptus, aber es gibt auch Korkeichenwälder, Pinien oder Eßkastanien, so wie die verschiedensten Fruchtbäume wie Orangen, Feigen, Erdbeerbäume, Wollmispel und viele weitere. Man kann neidisch werden, wenn man sieht, was in diesem Klima alles wächst und gedeiht.

Angezogen werden die meisten Algarve Urlauber wohl wegen der phantastischen Aussicht, die man von dem höchsten Berg der Algarve, dem Foia, haben kann. Der Weg zum Foia ist ausgeschildert und man erreicht ihn über eine kurvenreiche Straße, die sich den Berg hinauf schlängelt.

Auch wenn der Berg in den Wolken liegt, ist er einen Besuch wert. Alleine schon um den klimatischen Unterschied zu spüren. Man sagt, daß alle 100 Höhenmeter die Temperatur um 1 Grad sinken kann und der Wind kommt hier oben ungebremst an. Also nehmt etwas zum Überziehen mit, damit ihr euren Besuch auf dem Foia auch genießen könnt und er sich nicht auf Autotür auf und schnell wieder zu beschränkt. Von hier oben kann man auch einige Wanderungen starten.

Aussicht beim Hinauffahren zum Foia

Aussicht beim Hinauffahren zum Foia

Schon beim Hinauffahren öffnet sich der Blick über die Hügellandschaft bis hin zur Südküste der Algarve, die Luftlinie keine 20 Km entfernt ist. Am Wegesrand befinden sich mehrere Restaurants, die zum Essen einladen.

Traditionell würde ich Dir das Hühnchen Piri Piri empfehlen. Piri Piri ist eine kleine scharfe rote Schote, die in kleinen Mengen genossen einen würzigen Geschmack abgibt. Diesbezüglich werden die Schoten in Olivenöl eingelegt womit man das Hühnchen dann vorsichtig bestreicht. Nimmt man jedoch zu viel davon wird es eine feurige Angelegenheit.

Auch das "Porco Iberico" (das iberische Schwein) auch "porco preto" (schwarzes Schwein) genannt, sollte man mal gegessen haben. Diese kommen meist aus der Serra und laufen draußen in Gehegen frei herum, was man auch bei einigen Wanderungen in der Serra de Monchique durchaus sehen kann. Das schwarze Schwein ist vom Wuchs her kleiner als das Mastschwein in den Fabriken und ich glaube man schmeckt, daß sie frei herumgelaufen sind, aber probiere es mal selbst.

Schöne Gasse in Monchique

Schöne Gasse in Monchique

Die Ortschaft Monchique an sich reizt mit ihren kleinen alten Gassen zu einem Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten. Viele besuchen die bekannteste Kirche die "Igreja Matriz" mit dem manuelinischen Portal und den Steinsäulen im inneren der Kirche. Ein Spaziergang durch die alten Gassen hinauf zum zerfallenen Kloster lohnt nicht nur wegen der Aussicht über Monchique, die man dort oben hat.

In dem ehemaligen Franziskanerkloster hat sich eine Familie einquartiert, bearbeitet den vorderen Garten und lässt auch gerne Besucher in die Ruinen hinein. Vor längerer Zeit entschied man sich aus den Ruinen des Klosters eine Posada entstehen zu lassen, doch es sieht nicht so aus, als daß das nicht nur wegen den enormen finanziellen Mitteln, die notwendig wären, zu realisieren ist.

Auch ist die Serra de Monchique bekannt weil hier traditionell der berühmt berüchtigte Erdbeerbaumschaps der "Medronho" hergestellt wird. Nach alter Tradition wird er nur einmal, ganz langsam über einem Holzfeuer destilliert und kann somit bis zu 55% Alkoholgehalt aufweisen.

Das ehemalige Franziskanerkloster

Das ehemalige Franziskanerkloster

Ich kaufe meinen Schnaps natürlich von jemandem, den ich kenne und weiß, daß dieser Schnaps gut ist. Die Fußgängerzone hoch, das "Cafe Estrela", frage nach dem Chef, dem Senhor Orlando, er ist sehr nett und spricht auch etwas englisch.

Im Zentrum von Monchique auf dem Hauptplatz mit den verschiedenen Cafe´s kann man ein Schöpfrad in einem Wasserbecken sehen. An der bunt gekachelten Wand befindet sich auch ein Medronho-Geschäft, wo andere Schnapsbrenner ihre Produkte anbieten.

Aber letztendlich reizt das Umland und lädt zu zahlreichen Wanderungen ein. Die Gemeinde hat mittlerweile auch ein paar Wege gekennzeichnet. Infos dazu bekommst Du in der Touristeninformation.

Und wer nicht nur Wandern möchte sondern Hintergrundinfos zu Land und Leute haben möchte, dem kann ich nur meine Informationswanderung auf den Picota ans Herz legen.

Die detaillierte Geschichte zur Ortschaft Monchique findest Du hier...

Hier geht es zu den anderen Sehenswürdigkeiten der Algarve

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Letzte Änderung 27.07.2018

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