Portugal Algarve Wandern mit Uwe Hintergrundbild

Erlebnisbericht zum Wandern in Monchique

Mit Uwe Schemionek, dem deutschen Wanderführer für die Algarve


Wanderung am Foia in der Serra de Monchique

An einem frischen Morgen im Dezember trifft sich unsere kleine Gruppe wanderlustiger deutscher Touristen in Monchique, um das berühmte hügelige Hinterland der Algarve die Serra de Monchique kennenzulernen. Angekündigt ist eine Wanderung auf den 774 m hohen Picota, einem der höchsten Gipfel der Serra.


Uwe Schemionek, der deutsche Wanderführer, lebt mit seiner Familie in einem nahe gelegenen Bergdorf. Er kennt die Sprache und auch viele Gepflogenheiten der ortsansässigen Portugiesen, ihre Lebens- und Arbeitsweise. Eines seiner Anliegen ist, naturinteressierten Touristen die regionale Kultur in Zusammenhang mit lokaler Landschaft aufzuzeigen - wozu sich eine ausgiebige gemeinsame Wanderung bestens eignet.


Bergdorf beim Wandern in der Serra de Monchique Von einer geteerten Straße erreichen wir kleine hübsche Waldwege, und kommen allmählich höher an Korkeichen und Eukalyptusbäumen vorbei. Unser Wanderführer Uwe Schemionek erklärt uns die wirtschaftliche Bedeutung dieser hier vorherrschenden Nutzpflanzen sowie die Art, Bauernhaus in Monchique wie sie geerntet und weiterverarbeitet werden. Bei einem bäuerlichen Anwesen aus Granit und Lehmbau erfahren Sie etwas über die Aufteilung eines Hauses in Lagerräume, Viehstall und Wohnbereich, den Alltag seiner Bewohner und die Kunst der Bewässerung beim Terrassenanbau.


Unterwegs macht uns unser Wanderführer Uwe Schemionek immer wieder auf typische einheimische Pflanzen aufmerksam, von denen einige die portugiesische Küche bereichern: wilder Oregano, Lorbeer, Myrte, Wanderweg im Monchiquegebirge Feigen- und Olivenbäume und auch der Erdbeerbaum, aus dessen roten Früchten der berühmte Medronho (Erdbeerbaumschnaps) gebrannt wird. Die Zeit vergeht wie im Flug, obwohl wir fast acht Stunden unterwegs sind und ca. 14 km zurücklegten - es gibt so viel zu sehen und in Erfahrung zu bringen.


Bei unserem ersten Portugal Algarve-Urlaub werden uns die Augen geöffnet für die Besonderheiten unseres Gastlandes. Wir verstehen, auf welche Weise Landschaft seine Bewohner prägt; jedoch machen die Auswirkungen des modernen Lebens nicht halt vor dieser alten Kulturlandschaft.
So wurden beispielsweise Eselstransporte aus Monchique verbannt, um dem zunehmenden Autoverkehr Platz zu schaffen! Auch verleitet mancher finanzielle Zuschuss aus Brüssel dazu, Straßen dort zu bauen, wo sie gar nicht unbedingt nötig sind.


Natursteinhaus im Hinterland der Algarve Und mancher Gehfaule lässt sich mit "Safari-Jeeps" auf wunderbar unversehrten Waldwegen befördern, auf denen bislang noch die Bartflechte wächst - ein Hinweis auf die gute Luft, die man hier in Portugal im Hinterland der Algarve in der Serra de Monchique noch einatmen kann.


Wildblumen der Algarve Angekommen in einem Bergdorf erleben wir eine unbeschreibliche, wirkliche Stille. Unser Wanderführer Uwe Schemionek schildert, wie bunt und bewegt das Leben hier vor rund 5 Jahrzehnten ausgesehen hat, als das Dorf noch bevölkert war und ein Ballhaus für Festlichkeiten, ein Krämerladen sowie eine Schule existierten und der Dorfbarbier noch eine wichtige "Institution" zum Austausch von Informationen und Geschichten war.


Heute leben am selben Ort nur wenige jüngere Menschen, darunter unser Bergdorf in der Serra de Monchique sympathischer Wanderführer Uwe Schemionek; Ältere benötigen nun die Nähe von Einkaufsmöglichkeiten, Hausarzt und anderen nützlichen Einrichtungen. Zu einer Mittagsrast auf seiner Terrasse lädt uns Uwe nun ein. Über die leicht abfallende Hügellandschaft am Rande der Serra de Monchique reicht der weite Blick bis hin nach Lagos, Portimão und anderen Küstenstädtchen der Algarve.


Jetzt erst wandern wir zum Gipfel des Picota hinauf. Hier oben belohnt uns ein herrlicher Panoramablick über die Algarve-Südküste, während über uns ein Adler kreist. Die Gerüche von Rosmarin, Zistrosen und Pinien schmeicheln uns.


Nach der Wanderung ist der Hunger groß: Monchique mit Aussicht Ein portugiesisches Hühnergericht erwartet uns in einem Restaurant, das kaum schon Touristen betreten haben. Beeindruckt von allem tauschen wir unsere bisherigen Reise- und Wandereindrücke aus. War alles ein wunderbarer Traum? Mancher von uns wird zurückkehren, um sich nochmals von der Wirklichkeit zu überzeugen!


Aufgezeichnet 1996, von Pia Hertinger, die mitwanderte.




Falls Sie sich für weitere Rückmeldungen meiner Gäste interessieren,
finden Sie diese hier im Gästebuch und hier auf meinem Blog




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Letzte Änderung 05.08.2017

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