Wandern an der Algarve

Die Bedeutung von Wasser für Portugal

Die drei größten Flüsse Portugals (Teijo, Douro und Guadiana) entspringen auf spanischen Boden. Sie wurden auf spanischer Seite aufgestaut und dienen der Elektrizitätsgewinnung sowie zur Bewässerung landwirtschaftlich genutzter Flächen.

Odeluca Stausee am Picota
Odeluca Stausee am Picota

Damit hat Spanien, nicht zuletzt durch seine Stauseen, die Möglichkeit, die an Portugal abgegebenen Wassermengen zu kontrollieren. So kam es in der Vergangenheit durch das Anstauen der Flüsse in Spanien dazu, dass einige Flüsse in Portugal vorübergehend völlig austrockneten.

Lang anhaltende Trockenperioden verschärften den Konflikt und erst 1998 schlossen die beiden Länder einen Nutzungsvertrag, in dem Spanien sich verpflichtete eine Mindestmenge an Wasser nach Portugal fließen zu lassen.

Portugal ist arm an natürlichen Seen, jedoch existieren zahlreiche Stauseen (Barragems). Sie dienen weniger der Energiegewinnung, sondern eher der Bewässerung und der Trinkwasserversorgung.

In der Algarve werden gerade in den regenarmen und heißen Monaten durch die vielen Touristen und die Landwirtschaft enorme Wassermengen verbraucht. Da der Wasserbedarf ständig steigt sind neue Stauseen geplant.

Stauseen zerstören die wertvollen Flussökosysteme, sind unüberwindbare Barrieren für wandernde Tierarten und unterbrechen den Sedimenttransport.

Aufgrund wechselnder Wasserstände kann sich an den zumeist steilen Ufern keine gewässerrandtypische Vegetation bilden. So bieten Stauseen keinen Ersatz für verloren gegangene Biotope. Dabei würde der sparsame und bewusste Umgang mit dem kostbaren Nass neue Projekte weitgehend überflüssig machen.

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Letzte Änderung 20.05.2018

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